Davos Platz mit Eisanlage, 1935. (Bild: Dokumentationsbibliothek Davos)

 

Davoser Eishockey-Tradition

 

Eishockey ist in Davos allgegenwärtig. Viel dazu beigetragen hat der Hockey Club Davos (HCD), der als Schweizer Rekordmeister die Davoser Farben Blau und Gelb das ganze Jahr über in die Schweizer Hockey-Arenen trägt. Der international renommierte Spengler Cup und das beeindruckende Davoser Eisstadion sind weitere Pfeiler der Davoser Eishockey-Tradition.

Die Gründung des heutigen Hockey Club Davos (HCD) geht auf das Jahr 1918 zurück. Damals ergriff Dr. Kurt Wüest die Initiative, einen Schüler- und Gästeclub zu gründen. In der Folge bestritt die junge Davoser Mannschaft verschiedene Spiele gegen St. Moritz. 1921 wurde der Spielbetrieb stark erweitert und Mannschaften aus Zürich und Lausanne waren die neuen Gegner. Der erste Höhepunkt für den HC Davos war der Besuch von Oxford University, eine Mannschaft aus Kanadiern, die die Einheimischen gleich 22:0 abfertigte.

 Spengler Cup ab 1923

 

Im Januar 1923 fanden Spiele gegen Cambridge University, Sexton’s All Englishteam und gegen das British Army Team statt. In diesen internationalen Kämpfen erstarkte der HC Davos zusehends. Zur Förderung der internationalen Sportbeziehungen stiftete Dr. med. Karl Spengler auf Weihnachten 1923 einen Wanderbecher, der in der Folge als Spengler Cup eine grosse internationale Bedeutung gewinnen sollte.

 

Die Mannschaft des HC Davos in der Saison 1936/37. Hockey-Legende Bibi Torriani hält den 1936 gewonnenen Spengler Cup in den Händen. (Bild: Dokumentationsbibliothek Davos)

 

1926: Erste Eishockey-Tribüne

 

Ein kräftiger Impuls zur Förderung des internationalen Spielbetriebes ereignete sich 1926. Damals durfte der HC Davos als Schweizer Meister die Schweiz an den Europameisterschaften 1926 in Davos vertreten. Die verantwortlichen Davoser entschlossen sich, eine Eishockey-Tribüne für ca. 300 Personen auf dem Areal der englischen Eisbahn zu bauen. Bei Grossanlässen wie den Europameisterschaften wurden fortan zusätzliche Schneerampen gebaut und mit grünen Sitzbänken erweitert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eishockey-Spiel mit Zuschauertribüne. (Bild: Dokumentationsbibliothek Davos)

 

Der lange Weg zum Davoser Eisstadion

 

1935 wurde auf diesem Areal die Weltmeisterschaft ausgetragen und eine neue Kunsteisbahn gebaut - die damals zehnte der Schweiz. Dank der Kunsteisbahn war auch neu der Sommerbetrieb möglich. Am Spengler Cup wurde die Besetzung immer besser. Gleichzeitig kam es öfters vor, dass Spitzenspiele durch Schneefall beeinträchtigt wurden. Abhilfe brachte Ende der 70iger Jahre das architektonisch bedeutende Davoser Eisstadion, das in Rekordzeit erstellt wurde.